durchgeführte Veranstaltungen

 Einladung zum Bildervortrag über Netsuke 

 von Gerhard Friedrich Philipp 

Herr Philipp aus Quakenbrück, Künstler und Kurator vieler Ausstellungen, referiert an diesem Abend über Netsuke.
Netsuke, zusammengesetzt aus jap. „ne – Wurzel“ und „tsuke – anhängend“ ist eine Art Knebel. Der Knebel hat meistens zwei Bohrungen, die sich treffen um eine Schnur durchzuziehen. Ursprünglich sind sie wohl aus Wurzelholz gefertigt. Da der Kimono und der Haori, die Kimono-Überjacke der Männer, keine Taschen besitzen, verhindern Netsuke das Durchrutschen am Obi oder Gürtel. An der Schnur hängen Beutel zur Aufbewahrung von mitgeführten Gegenständen des alltäglichen Lebens.
Diese filigranen Schnitzereien werden aus den verschiedensten Materialien gefertigt: aus den unterschiedlichsten Holzarten, aus vom Festland importierten Elfenbein, aus Korallen, Muscheln, Horn von Hirschen, Knochen, Zähnen und Bein von Walrossen.
Im wohlhabenden Bürgertum wurden sie im 18. Jahrhundert zum Statussymbol. Die Themenvielfalt spiegelt die gesamte Breite der Kultur wider: Motive aus der Pflanzen- und Tierwelt, humoreske Figuren, aber auch das Geister- und Mythen-Universum des Shintoismus und das Pantheon des Buddhismus.
Nach der Öffnung Japans 1868 und der fulminanten Übernahme westlicher Sitten und Kleidung als Ausdruck von Modernität verlieren die Netsuke am Ende des 19. Jahrhunderts ihre eigentliche Bedeutung. Sie mutieren zu Souvenirs für Touristen und werden zu begehrten Sammelobjekten.

Weitere Veranstaltungen 2024

15. März 2024

 Einladung zum Reisebericht September/Oktober 2023 

„Eine besondere Reise nach Japan – 

zu den Kitamaebune-Häfen“ 

am Freitag, den 15.März 2024, um 19:00 Uhr 

im Kulturzentrum PFL, Peter Straße 3, in Oldenburg 

 Liebe Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Nordwest zu Oldenburg, liebe Japanfreundinnen und Japanfreunde, 

im Herbst 2023 reisten wir zu siebt auf die Insel Honshu. 

Das Thema der Reise war: „Die alten Handelsrouten Japans“

Wir besuchten die Hafenstädte Niigata, Toyama, Kanazawa, Hachinohe, die Insel Sado und ganz im Norden Honshus die Stadt Oma. Mit einer Power-Point-Präsentation möchten wir Sie mitnehmen auf die Reise, Ihnen die verschiedenen Städte vorstellen, unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen und viele Hintergründe erläutern. 

Ich freue mich Ihnen diese schönen Eindrücke aus Japan präsentieren zu dürfen. 

Christel Baatz  (1.Vizepräsidentin der DJG Nordwest zu Oldenburg) 

 Einladung zum Bildervortrag

am Freitag, dem 08.Dezember 2023, um 19.00 Uhr im PFL, Peterstr. 3 in Oldenburg (Seminarraum 5) 

Kiyochika Kobayashi (1847-1915) 

“Hana Moyo – Muster der Blumenin der Zeit der Bunka-Ära“, 1896 

von Gerhard Friedrich Philipp 

Liebe Mitglieder der DJG, liebe Japanfreunde, 

Herr Philipp, Künstler und Kurator vieler Ausstellungen, referiert diesmal über Kobayashi Kiyochika, den letzten großen Meister des Ukiyo-e. 

Kobayashi Kiyochika wurde in Tokio als Sohn eines Beamten geboren. Er war freier Maler, Grafiker und Illustrator für die damaligen Zeitungen. 

Während der Kriege entwarf er Szenen der Kriegsfront und verdiente damit viel Geld. Kobayashi kämpfte auf der Seite des Shogunats und war nach dem Rücktritt des Shogungs Tokugawa Yoshinobu ein einsamer Ronin, ein herrenloser Samurai. Ab 1876 schuf er seine ersten Holzschnitte. Seine Werke waren im traditionellen japanischen Stil gehalten, enthielten jedoch auch westliche Elemente wie Perspektive, Lichteffekte und Schattenabstufungen. Auch satirische Cartoons und Illustrationen fertigte Kobayashi an. 1894 gründete er seine eigene Kunstschule. 

Der Vortrag zeichnet Kobayashi Kiyochikas Lebensweg in Farbholzschnitten nach. 

Der Begriff „Bunka“ bedeutet „Japanische Kultur“. 

Die vielen Haarnadeln der Mädchen im oben gezeigten Bild kennzeichnen sie als Kurtisanen. Ihre besondere Frisur kommt ab 1800 in dem Vergnügungsviertel Yoshiwara groß in Mode. Das Muster auf der Kleidung zeigt stilisierte Spatzen, ein Hinweis auf die „Yoshiwara-Spatzen“ als Name für die Mädchen. Der blühende Kirschbaum im Hintergrund, das Welken der Blüten als Symbol für Vergänglichkeit, weist auf die Flüchtigkeit des Lebens hin. 

Ich freue mich sehr, dass wir Herrn Philipp für diesen Vortrag in Oldenburg gewinnen konnten. 

Christel Baatz (Vizepräsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Nordwest zu Oldenburg) 

Der Eintritt für Nichtmitglieder beträgt 5.-€ 

 Einladung zum Kochkurs : Okonomiyaki お好み焼きund Onigirazu おにぎらず 

Am Samstag, dem 21.10.2023, von 11:00 bis 15:30 Uhr Im Pfarrheim St. Michael Kirche, Klingenbergstr. 20, 26133 Oldenburg 

Liebe Mitglieder und Japanfreunde, 

vielseitige japanische Küche kennen Sie alle und Sushi, Tempura, Sukiyaki haben Sie bestimmt schon probiert. Nun wollen wir Ihnen dieses Mal zwei andere japanische Gerichte vorstellen, gemeinsam kochen und anschließend kosten. Dies sind alltägliche Gerichte, die Japaner, ob jung oder alt, immer wieder kochen und genießen. 

und so war´s

Kochkurs mit Sachiko ! 

Die Anmeldung zum Kochkurs hatte ich verpasst. Wird schon noch Platz in der Küche sein, die uns die Gemeinde St. Michael zur Verfügung gestellt hatte. Alexander sei Dank !! Um so überraschter war ich, als ich als Nummer 20 gerade noch einen Platz fand. Nach kurzer Einführung gingen die einzelnen Gruppen an die Arbeit: Kohl schneiden, Schrimps säubern, Gemüse waschen ….. aber zuerst: den Reis zubereiten ! Der japanische Klebreis (Asia Laden) ist die Basis des Okonomiyaki. Die Zubereitung ist, wie mir es vorkommt, eine Zeremonie, die mit dem „vorsichtigen“ Waschen des Reises beginnt. Danach muss der Reis 60 Minuten quellen, Zeit genug die Zutaten zuzubereiten. Die Vielfältigkeit des Okonomiyaki hängt von der Vielfältigkeit der Zutaten ab: Rühreikuchen, Schrimps, gebratener Schweinebauch, aber nur hauchdünn geschnitten. (Die geopferten Fingerkuppen gehen in der Soja Sauce unter.) Fein gestiftete Karotten, gedünstete Bohnen, gebratene Schrimps (einmal quer geschnitten ohne Fingerkuppen) und Eisberg Salat, Käse Scheibletten, Hähnchenfleischsülze und Avokadoscheiben gehören dazu und Algenblätter (Asia Laden). 

Wenn das alles fertig ist, ist auch der Reis fertig. Er wird mit Mais vermischt oder mit einem besonderen Gewürz (gibt es nur in Japan oder bei Sachiko!) versehen. Alles wird bufettartig angerichtet, damit jetzt das „Verpacken“ der Köstlichkeiten in Algenblättern geschehen kann: auf der dünnen Haushaltsfolie wird das Algenblatt gelegt, längs, hoch oder viereckig mit einem Einschnitt ! Als erstes wird der Klebreis aufgelegt, der wird dann mit ein bisschen Salat (er wurde zwischen Küchenrollenpapier getrocknet) verziert. Dann werden die Köstlichkeit nach eigenem Gusto eingelegt (meistens nimmt man zuviel, weil der Hunger nach 90 Minuten schon groß ist), um das ganze Paket dann aufzurollen. Vorher werden aber noch Saucen oder Majonäse darauf gesprüht!, das hält die Mischung zusammen und schmeckt. Vorsichtig, aber kräftig gerollt, in Folien verpackt, wird die „Rolle“ oder das „Paket“ zur Seite gelegt. Dann wird die nächste Rolle gepackt ….. bis das Wasser im Mund langsam auf den Tisch tropft : Jetzt kannst Du endlich zuschlagen, wenn da nicht die Folie wäre. Mit einem feuchten und scharfen Messer wird das Paket zerteilt und dannnn hmmm … echt leckeres Fingerfood. Du verfällst automatisch in eine Genussmeditation ……. Auch das Essen wird zu einer Zeremonie. 

Ja, Ja – da war noch was: wo ist eigentlich der mühsam hauchdünn geschnittene Spitzkohl geblieben ? 

Sachiko bereitet einen dünnen Teig, ein bisschen mit Sojamehl angereichert (schmeckt besser). Jetzt wird das Kohlgeschnitzelte mit den Resten der ersten Mahlzeit angereichert in den Teig gemischt und durchgeknetet. Die Pfannen sind heiß, sodass die Masse portionsweise zu „Küchle“ Onigirazu gebraten werden kann. Knusprig ausgebraten werden die „Küchle“ mit scharfen Saucen (Asia Laden) und den getrockneten Fischflocken Katsuobushi (Asia Laden) serviert. … hmmmm…… die zweite Genussmeditation …. 

Sachiko, vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz, und dafür, dass Du uns gezeigt hast, dass das Essen und die Zubereitung eine genussvolle Zeremonie sein kann. 

Vielen Dank auch an die Gemeinde und Alex.ˇˇ

Tanabata 2023

02.Juli 2023 – 11:00 – 16:00 Uhr – Heinrich-Kunst-Haus, Sandweg 22, 26215 Wiefelstede 

Feiern Sie mit uns, freuen Sie sich über ein Wiedersehen mit Freunden, die Sie lange nicht gesehen haben oder schließen Sie neue Bekanntschaften und genießen Sie einen schönen Tag. Für Ihr leibliches Wohl ist gut gesorgt. Die Mitglieder der DJG bereiten Fleisch, Würste und einige Kleinigkeiten vor. Wie in den vergangenen Jahren werden die Teilnehmer selbstzubereitete Salate, Vorspeisen oder Desserts mitbringen, so wird es wieder ein Super Buffet!

Programm: 

11:00 Uhr: Eröffnung und Grußwort von Frau Kato (Generalkonsulin von Japan in Hamburg) 

11:30 – 12:10 Uhr: Vorführung von OSC: Hr. Jens Fricke aus Emden 

12:10 – 15:30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen und Konshinkai (Miteinandersprechen) 

15:30 – 15:50 Uhr: Wir singen das japanische Lied „Shiawasenara Te o tatakou“ 

16:00 Uhr: Heikai (Beendigung des Festes) 

Origami- und Manga-Workshops laufen parallel über den gesamten Tag 

Kosten: Mitglieder frei, Nichtmitglieder zahlen 5 €. 

Unser liebes Mitglied, Frau Rose Hullmann, ist leider nicht mehr unter uns, aber die Erinnerung an Ihr Lächeln und Ihre freundliche und hilfsbereite Art wird für immer bleiben. Sie wird uns sehr fehlen. 

Sachiko Szyszka und der Vorstand


„Die japanische Mythologie, der Shintoismus und der Tenno“

Vortrag von Dr. Kenji Kamino –  26. Mai 2023, 19:00 Uhr – im PFL, Peter Straße 3, in Oldenburg

Der Referent Dr.Kamino hat uns immer wieder begeistert mit interessanten Themen über die japanische Kultur, Geschichte und das Leben, leider ist dieses sein letzter Vortrag. Diese Themen über die Mythologie, den Shintoismus und den Tenno berühren die japanischen Seelen, ob man das akzeptiert oder nicht. Diese Gedanken sind sehr tief in der japanischen Lebensart verankert. Der Vortrag wird Ihnen tiefere Einblicke und mehr Verständnis für Japan vermitteln kann und freue mich Sie am Freitag, den 26. Mai, begrüßen zu dürfen.

Dann muss ich Ihnen jedoch eine traurige Nachricht überbringen. Unser langjähriges Mitglied, Frau Keiko Niederstrasser, ist im März leider von uns gegangen. Ich bedanke mich für ihr Engagement, sie war längere Zeit als Vizepräsidentin der DJG tätig gewesen. 

BONSAI – die Kunst der kleinen Bäume 

Bildervortrag von Hubert Wübbeler am Freitag, den 14. April 2023,  19.00 Uhr 

Herr Wübbeler war langjähriger Vorsitzender des Bonsai-Arbeitskreises Oldenburg. Das Wort BONSAI ist schon fest in unserem Sprachgebrauch verankert. Wir wissen, dass es sich dabei um ein Hobby mit kleinen Bäumen handelt, bezeichnen aber auch oft etwas Kleines mit dem Wort Bonsai. Die richtige Übersetzung wäre „Baum in der Schale“. Alle als Bonsai gestalteten Bäume sind Formen nachempfunden, die es in der Natur überall zu sehen gibt. Herr Wübbeler wird in seinem Vortrag über die Ursprünge des Bonsais sprechen und zeigen, welche heimischen Pflanzen gut für einen Bonsai geeignet sind. Verschiedene Bonsai-Formen und Gestaltungselemente wird er anhand mitgebrachter Bäume erklären und demonstrieren. 

Der Bonsai-Arbeitskreis Oldenburg begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Am Wochenende (13./14.Mai 2023) zeigen die Mitglieder des Arbeitskreises im Küchengarten des Oldenburger Schlossgarten in einer Jubiläumsausstellung ausgewählte Exemplare ihrer schönsten Bäume. 

Christel Baatz (1.Vizepräsidentin der DJG Nordwest zu Oldenburg) 

„Klopf, klopf! Japan, öffne dich! “  – Ende der Samurai-Epoche –

Vortrag von Dr. Kenji Kamino Am Freitag, den 17. Juni 2022, um 19:00 Uhr im PFL 

Lange Zeit konnten wir keine Veranstaltungen planen, deshalb freuen wir uns besonders, Sie zum Vortragsabend von Dr. Kenji Kamino einladen zu dürfen. Die Meiji-Restauration ist ein großes geschichtliches Ereignis für Japan und beeinflusst noch immer auf lebendige Weise die japanische Seele.  260 Jahre lang war Japan von der Außenwelt nahezu abgeschnitten. Chauvinismus und Kaiserkult beherrschten das Land. Im Jahr 1868 öffnete der Shogun Tokugawa das Land gegen den Willen des Kaiserhofes und einiger mächtiger Fürstentümer. Dies verursachte große politische und wirtschaftliche Probleme und führte sogar zu Kriegen. 

lange Coronapause 

18.11. – 03.12.2019 – Reise nach Hokkaido, Japan

geleitet von Sachiko Szyszka Anmeldung bei Sachiko Szyszka, Tel.: 0491-9768430 oder Email: sachikoronny(at)t-online.de

150 Jahre Meiji Restauration, Hintergründe einer verpassten Revolution

Vortrag von Gerhard Philipp – 01. November 2019 – PFL gr. Clubraum, 1.Stock

Gerhard Friedrich Philipp aus Ankum ist Künstler, Kurator und besitzt eine große Sammlung japanischer Holzschnitte.

Seine Ausstellungen, zuletzt im Haus Kemnade in Hattingen, werden medial hochgelobt. Die aktuelle Ausstellung findet in Georgsmarienhütte im Museum Villa Stahmer statt und trägt den Titel „Hana Moyo-Muster der Blumen in der Bunka-Ära“.

Herr Philipp referiert bei uns in Oldenburg in seinem Vortrag zum Thema der sogenannten Meiji-Restauration, die vor circa 150 Jahren begann und die Modernisierung Japans einläutete. Innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne kam es zum politischen Umbruch in Japan und zu einer Neustrukturierung der japanischen Gesellschaft. Die längste Friedenszeit in der japanischen Geschichte (die Edo-Zeit) endete und die Meiji-Zeit begann.

Crossplay – Lolitas and Brolitas – Jugendkulturen in Japan und Europa

Vortrag von Nobert Henzel & Yukino Shimojo – 18. Oktober 2019 – PFL Oldenburg

Norbert Henzel ist Diplom-Chemiker und arbeitet an der Universität Oldenburg am Institut für materielle Kultur. Sein Fachgebiet: Ökologie, Konsumtion und Produktion. Er ist Mitglied im Verband der Naturtextilwirtschaft und hat diverse Artikel mit Themen über Bekleidung, Naturfasern, Schadstoffe in der Bekleidung, Nachhaltigkeit, Alternativen- Naturtextilien, veröffentlicht.

Sein Vortrag für die Deutsch-Japanische Gesellschaft beschäftigt sich mit Cosplay und Crossplay. Cosplay ist weltweit bei Jugendlichen beliebt, vor allem junge Frauen kleiden sich wieihre Lieblingsfiguren aus Anime, Manga und Videospiel. Sowohl in Japan als auch in Deutschland ist das „Crossplay“ nicht selten, wie im Rahmen eines Projektes an der Universität Oldenburg herausgefunden wurde und in diesem Vortrag vorgestellt wird. Auch Brolitas sind Teil einer jugendlichen Subkultur, bei der die westlichen Kleidungsnormen aufgelöst sind.