von Ingelberga Scheffel, Mitglied

Der Pinsel singt und die schwarze Tusche tanzt.
fude wa utai. sumi wa mau.
– Suzuki Hyakunen

 

Am 4. September 2016 findet im PALAIS RASTEDE (Feldbreite 23, 26180 Rastede) um 11:15 die Vernissage meiner Ausstellung „TANZENDER PINSEL“ statt. Zu sehen sind ca 50 Tuschebilder (sumi-e) mit unterschiedlichen Papieren, Grössen und Sujets. Sie haben ihren Einfluss aus dem Fernen Osten (China, Japan), haben DIE LINIE als Ausdrucksmittel und sind mit ostasiatischer Pinselführung gestaltet.

Die Eröffnungsansprachen werden gehalten von der Kuratorin Dr. Claudia Thoben, dem Philosophen Prof. Dr. Rudolf Prinz zur Lippe und der Präsidentin der DJG Nordwest zu Oldenburg, Sachiko Szyszka.

Ich bin wie die Actionpainter eine Bodenmalerin. Kreise (enso), Kalligraphie und abstrakte Figurationen entstehen in der Bewusstheit des Atems mit Körpereinsatz und gestischen Bewegungen.

Wie kam es zu der Begegnung mit dem TANZENDEN PINSEL?
Nach 30 Jahren Lehrtätigkeit als Kunsterzieherin entdeckte ich auf China-Reisen meine Faszination für das Exotische, das Fremde. Es forderte im Bereich Bildender Kunst neue Sehgewohnheiten heraus. Beispiele in der Malerei: Reduzierung der Farben auf Schwarz und Weiss, die Einbeziehung der Leere in die Komposition, die Schlichtheit der Formensprache, die Pinsllführung (setzt jahrzehntelanges Üben voraus), Spontaneität in der Ausführung, Ausschaltung des Denkens, Betonung der Intuition.
Ja, die japanische Ästhetik sprach mich an!

PARADIGMENWECHSEL
An einem Meditationswochende 2000 im Johanneshof hatte ich die Begegnung meines Lebens. Es war der Japaner KAZUAKI TANAHASHI, heute in den USA lebend. Er ist Kalligraphiemeister, bildender Künstler, Schriftsteller und Umweltaktivist. Er erkannte meine Fähigkeiten für die fernöstliche Tuschmalerei.
Seitdem besuche ich seine Kalligraphie-Workshops im In- und Ausland, lerne in Demut, mich in der traditionsgebundenen Kunst des Schreibens zu üben. Spirituelle Grundlage meiner 16- jährigen Tuschmalerei ist die ZEN-MEDITATION.

Aus der Versenkung des Augenblicks entsteht die spontane Spur die nicht korrigiert wird. Eine naturgetreue Abbildung der Wirklichkeit (Bambus z.B.) wird nicht angestrebt. Es gilt, dem Wesen (chin,li) des Objektes Ausdruck zu geben. Dem Denkprozess des Schaffensaktes wird große Bedeutung zugemessen, dem Unbewussten, den Emotionen Raum gegeben…

Ich freue mich, Sie/Euch in der Ausstellung oder in einem WORKSHOP „TUSCHESPIELE“ wiederzubegegnen! Vielleicht gibt es Anregungen, Kreativität mit dem Pinsel zu versuchen, um dem eigenem Leben Gestalt zu geben.

Hiermit spreche ich der Familie Dr. Hoffmann meinen herzlichen Dank aus! Sie war und ist die beruhigende Grundlage für die Durchführung der AUSSTELLUNG! Martina ist der spiritus rector! Mit der freundlichen Unterstützung ihres Mannes war und ist es Kazuaki Tanahashi möglich, in ihrem schönen Haus zu wohnen.

Ein herzliches Dankeschön auch an die Präsidentin der DJG Nordwest zu Oldenburg und den Vorstand dafür, der Realisation des Projektes zuzustimmen! Seit 16 Jahren bedeutet mir die DJG eine Art Familie. Ich kann etliche Personen in OLDENBURG und JAPAN Freunde nennen.

Es grüsst

Ingelberga Scheffel
Ausstellung „Tanzender Pinsel“ von Ingelberga Scheffel

4 Gedanken zu „Ausstellung „Tanzender Pinsel“ von Ingelberga Scheffel

  • 5. Juli 2016 um 20:40
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    Dieser kurze Einblick in die eigene Lebensgeschichte ist wie die persönliche Spur zu „dem Augenblick, in dem das ganze Leben in nur einem Pinselstrich zum Ausdruck kommt“.
    Ich freue mich über diese Lebens-Wahrgebung und ich freue mich auf die Striche in der Ausstellung.

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  • 1. September 2016 um 20:14
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    Liebe Ingelberga,

    mein Freund Wolfgang und ich kommen am Sonntag zu deiner Ausstellungseröffnung. Geht ihr nach der Eröffnung gemeinsam essen? Ist Kaz auch da?

    Antworten
  • 15. Dezember 2016 um 12:27
    Permalink

    bitte Einladungen per email senden!

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  • 4. März 2017 um 13:44
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    Leider hat Ingelberga Scheffel bisher keine eigene Webpräsenz. Sie hat mich daher gebeten hier für Rückfragen ihre Email-Adresse anzugeben: ingelberga.scheffel@gmx.de

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